Deutsch

Albanien: Wird das Nationaltheater abgerissen?


In Albaniens Hauptstadt Tirana wird eine Kontroverse um die Zukunft des Nationaltheaters ausgetragen. Mit einem Gesetz, dass Premierminister Edi Rama eingebracht hat, wurde der Abriss des 1939 von dem italienischen Architekten Guiglio Berté gebaute Nationaltheater beschlossen. Doch der Präsident Albaniens und die Opposition stemmen sich dagegen. Sie zweifeln die Verfassungsmäßgkeit des Gesetzes an.
Brisant ist, dass gleichzeitig ein Neubau begonnen werden soll. Das dänische Srchitekturbüro BIG – Bjarke Ingels Group – erklärt, einen Architekturwettbewerb für den Neubau gewonnen zu haben. [hier]

Allerdings wird als Bauherr nicht die albanische Regierung sondern die private Baufirma Fusha genannt.
Der Wiener Standard zitiert die Kritiker so:

Die Demonstranten – darunter namhafte Künstler, der Verband der Architekten und einige Regisseure – kritisieren Ramas Projekt nicht nur wegen des Denkmalschutzes, sondern auch wegen der merkwürdigen Ausschreibung, der Umgehung von Wettbewerbsrecht und des kaum bekannten Plans für das neue Theater. Der Verdacht steht im Raum, dass vor allem die private Baufirma profitieren wird und die Bürger öffentlichen Raum verlieren. Denn den Plänen zufolge soll das neue Gebäude in erster Linie nicht für ein Theater oder andere öffentliche Zwecke genutzt werden, sondern als kommerzieller Raum oder als Bürofläche. Trotz mehrfacher Anfrage an die Regierung hat diese keine Stellungnahme zu den Bedenken der Demonstranten abgegeben.

siehe [hier]

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar