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Augsburg: Zweifel an der Notwendigkeit der Schließung

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In die Diskussion um die dringend notwendige Sanierung des Theaters in Augsburg (siehe hier, hier oder hier) platzte zu Ende der Spielzeit die Entscheidung der Stadt, das Theater bereits ein Jahr vor dem Beginn der geplanten Sanierung auf Grund akuter Brandschutzmängel zu schließen. (siehe hier).
Wie die Augsburger Allgemeine jetzt berichtet, zweifelt ein Bausachverständiger diese Entscheidung, die zu hohen Ausgaben für das Finden und Anmieten von Ersatzspielstätten führt, an. Die Zeitung zitiert den Augsburger Bausachverständigen Wolfgang Rösener:

„Der Spielbetrieb im Großen Haus hätte noch für bestimmt ein Jahr aufrecht erhalten werden können.“

Dazu wären vergleichsweise kostengünstige Maßnahmen ausreichend gewesen. Damit erreicht die ohnehin heftige Diskussion um die Sanierung eine neue Dimension: Sanierungskritiker beantragen jetzt in einem Schreiben an den Bürgermeister den Einsatz eines neutralen Prüfsachverständigen während der Streit um die Anerkennung oder Zweifel an bereits stehenden Gutachten in vollem Gange ist.
Dabei sind die Kosten für die Interimsspielstätten sowie die zu erwartenden Ausfälle an Einnahmen des Theaters noch nicht absehbar. Auch hinsichtlich des Umfangs, Zeitplanes und der Gesamtkosten der Sanierung ist wohl noch nicht das letzte Wirt gesprochen.