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Covent Garden Open House


Ein alter Kalauer geht so:
„Was sind Sie von Beruf?“
 – „Schauspieler!“ – 
„Und was machen Sie vormittags?“
…

Inzwischen ist die Auffassung, dass in den Theatern tagsüber nichts los sei, ziemlich überholt. Die Theater schreiben sich seit einigen Jahren die Öffnung ihrer Häuser immer wieder auf die Agenda. Umgesetzt wird es jedoch hierzulande selten.
Im Ausland dagegen schon: In London wurden damit am National Theatre schon vor einigen Jahren gute Erfahrungen und interessante Entdeckungen gemacht. Im Betonbau an der Themse, der architektonisch wenig geliebt wird, halten sich im Foyer tagsüber Touristen, Banker, Studenten und Touristen auf. Eine russische Emigrantin erteilt regelmäßig privaten Sprachunterricht.

Das St.Petersburger Aleksandrinskij II, ein grandioser Neubau bestehend aus Experimetierbühnen, Schulungs- und Probenräumen verfügt über eine Bibliothek mit Foyer und Cafe mit W-Lan, die jeden Tag gut besucht ist.
Nun also auch das königliche Opernhaus in London:

Das Foyer und die Eingänge wurden umgebaut, die Glas- und Eisenkonstruktion des ehemaligen Blumenmarktes lädt zum Eintritt ein.
Mehr Toiletten, Garderoben, Restaurants, Cafés, Ausstellungsvitrinen und ein modernisiertes Theater für experimentelle Aufführungen – das Linbury Theatre – sind Teil des Umbau-und Erneuerungsprojekts «Open Up», das vor drei Jahren begann und 50,7 Millionen Pfund (57 Mio Euro) kostete. Auch der einst gedrängte «Hintereingang» der Oper, der auf den zentralen großen Platz in Covent Garden stößt, wurde erweitert und geöffnet. Ziel ist es, Opern-und Ballettfreunde ebenso anzuziehen wie Passanten.
Ab 10 Uhr ist das Haus täglich geöffnet, es warten Ausstellungen, ein Café, Internetzugang und Touren hinter die Kulissen des Hauses.

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