Deutsch

Den Wald vor lauter Bäumen…


Am 30. Oktober begrüßt die Bundesinitiative Kultur- und Kreativwirtschaft zu einer Internationalen Fachkonferenz zum Thema: „Kreative Wirkungskraft – Die Matrix zwischen innovation und Kreativität“ Kulturmenschen aus Nah und Fern in Berlin. Die Themen sind so breit gefächert, wie die Branche.
Ein spezieller Bereich widmet sich dem „ländlichen Raum“. Inzwischen scheint es, hat man allseits verstanden, dass er ein Rückzug der Kultur in der Fläche u.a. der AfD Tür und Tor öffnet. Was ist zu tun, fragt man?
Eine erste Antwort ist so einfach wie folgenschwer und allerorten zu finden: man muss die Kulturstätten, die Theater, Kultur- und Bürgerhäuser schlicht und einfach nicht vergammeln lassen.
Ein Beispiel von Hunderten gefällig. Bitte sehr:
Delmenhorst. Eine kreisfreie Stadt nahe Oldenburg mit rund 77.000 Einwohnern und einem Theater. Allerdings wurde dort zum letzten Mal vor 40 (!) Jahren in das Gebäude und die Technik investiert. Und jetzt stellt sich die Frage: schließen oder sanieren. (siehe auch hier)
Letzteres hat zumindest zeitweilig Ersteres zur Folge.
Die Bauzeit wird 2 Jahre betragen. Die Kosten sind noch unbestimmt, aber der Kämmerer hat Geld für die Planungen bereitgestellt. Alles gut? Noch nicht!
Die DTHG veranstaltet vom 13.11.2018 bis 17.6.2019 fünf Symposien zum Thema Sanierung und Bau von Kulturbauten. Die Delmenhorster sind eingeladen, sich inspirieren zu lassen.
Aber eine Antwort auf die Frage nach einer Matrix für Kreativität im ländlichen Raum lautet:
Lasst die Kulturbauten in diesem reichen Land nicht verkommen. Sie werden gebraucht. Die Kunst ist in diesem Land frei und diese Freiheit wird genutzt, von Künstlern und Zuschauern. Welch ein Glück.
Und für diese Erkenntnis braucht man nicht einmal eine internationale Konferenz.

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