Denkmalschutz für die Städtischen Bühnen Frankfurt/Main?

Wie die Frankfurter Rundschau (online) berichtet, erwägt das Landesamt für Denkmalschutz wichtige Teile der städtischen Bühnen Frankfurt unter Denkmalschutz zu stellen.
Das Theater war von 1959 bis 1963 durch das Architekturbüro ABB (Otto Apel, Hannsgeorg Beckert und Gilbert Becker) nach einem Modell, welches als Ausgangspunkt vom Alte Schauspielhaus ausging, in das Opernhaus, Schauspiel und eine kleinere Bühne mit insgesamt 2500 Plätzen baulich integriert werden sollten. Die Zusammenfassung von Oper und Theater auf einem Gelände bot den Vorteil gemeinsamer Nebenräume und Werkstätten. In dem Neubau sollten auch die zentrale Verwaltung der Städtischen Bühnen, zwei Gaststätten und umfangreiche Gaderobenanlagen enthalten sein.
In der FR online heißt es dazu:

Als weiteren denkmalwerten Bestandteil der Gesamtanlage stellte Konservator Wionski die baulichen Überreste des alten, 1902 eröffneten Schauspielhauses heraus, auf dessen Fundamenten die Theater-Doppelanlage errichtet worden war. Dazu zählten etwa zwei Treppenanlagen, die originalen Keller des Schauspielhauses mit Brandschutztüren aus dem Jahre 1903 mit zahlreichen baulichen Details. „All das ist denkmalwert.“
Einen besonderen Wert für sich stellten schließlich die beiden großen Bühnen von Oper und Schauspiel einschließlich ihrer Technik dar. Mit ihnen werde sich noch einmal ein Experte auseinandersetzen.

Für den 5. September 2016 ist dazu eine Diskussionsveranstaltung geplant. Auf dem Podium sitzen die Intendanten von Oper und Schauspiel, Bernd Loebe und Oliver Reese, sowie die Schauspielerin Corinna Kirchhoff und der langjährige Chefdramaturg der Oper, Norbert Abels, außerdem der Architekt DW Dreysse sowie Olaf Winter, der Technische Direktor von Oper und Schauspiel. Angefragt ist auch die Architektin Claudia Meixner.
Von den Grünen wollen Gesundheitsdezernent Stefan Majer sowie der kulturpolitische Sprecher Sebastian Popp teilnehmen. Moderator ist Manuel Stock, Fraktionschef der Grünen im Römer.