Digitale Regionaltagung der Regionalgruppe Nordost am 26.02.2021

Digitale Regionaltagung der Regionalgruppe Nordost am 26.02.2021

v. l. n. r.: Olaf Grambow, David Klamroth, Olaf Frindt.

Unter dem Motto „Wir machen das jetzt einfach mal“ fand die erste digitale Regionalgruppentagung der Regionalgruppe Nordost statt. Das Konzept basierte auf der Idee einer kompakten Veranstaltung mit 3 Themen und einer maximalen Dauer von 3 Stunden unter dem Doppeltitel:
„Regionaltagung digital – ein erster Schritt“
„Herausforderungen überwinden – anpassungsfähiges Theater!?“
Wir wollten im Rahmen eines Zoom-Meetings möglichst viele Teilnehmer begrüßen, die neben zwei Gesprächen auch die Möglichkeit bekommen sollten, im Rahmen einer Diskussion in den gegenseitigen Austausch zu kommen.

Unsere Erwartungen wurden schon vor dem offiziellen Beginn übertroffen, weil bereits 20 Minuten vor dem eigentlichen Beginn über 10 Leute im digitalen Warteraum versammelt waren. 
Der Einlass der Teilnehmer war beeindruckend, die Zahl der sich öffnenden Videofenster auf unserem großen Bildschirm wollte nicht enden. Bereits zu unserer Begrüßung konnten wir über 50 Teilnehmer verzeichnen, diese Zahl sollte auf den Höchstwert von 84 steigen, wobei auch ein Kommen und Gehen über den gesamten Verlauf der Tagung zu verzeichnen war.

Unser erster Gast und Gesprächspartner war Klaus Wichmann, mit dem wir uns über den Theaterarchitekten Joseph Furttenbach, sein Schaffen und seine Bedeutung für unsere moderne Theatertechnik unterhielten. Sicher werden viele die zugehörige Furttenbach-Ausstellung auf der im Jahr 2022 nachzuholenden BTT in Ulm mit größerem Interesse wahrnehmen.

v. l. n. r.: Klaus Wichmann, David Klamroth, Olaf Frindt.

Unser nächster Gast versprach nicht nur als neues DTHG-Vorstandsmitglied sondern auch als langjährige Redakteurin der „Bühnentechnischen Rundschau“ jede Menge interessanten Gesprächsstoff. Iris Abel konnte uns einen Eindruck darüber vermitteln, wie sie die neue Tätigkeit im Vorstand erfahren hat, welche Schwerpunkte sie in ihrer zukünftigen Arbeit sieht und mit welchen teilweise auch ungewöhnlichen Themen sich die Vorstandsarbeit darstellt.

Iris gewährte uns dann Einblicke in die Arbeit an der „Bühnentechnischen Rundschau“, für die sie seit vielen Jahren tätig ist. Auch hier eröffneten sich viele neue Perspektiven, die bestimmt nicht jedem bewusst waren. Sicherlich werden viele Teilnehmer die nächste BTR mit anderen Augen betrachten.

v. l. n. r.: Iris Abel, David Klamroth, Olaf Frindt.

Der nächste Beitrag startete mit einem vorab produzierten Film, in welchem Olaf Grambow, seines Zeichens Technischer Direktor des Deutschen Theaters äußerst anschaulich den Umgang mit Neuinszenierungen und Repertoire-Stücken, um die Spielfähigkeit sicherzustellen, darlegte. Die detaillierte Darstellung der grundsätzlichen Herangehensweise innerhalb des Deutschen Theaters und die Beschreibung der dabei zu berücksichtigenden Aspekten führten im Anschluss an die Filmvorführung zu einer intensiven Diskussion. 

Es zeigten sich unterschiedliche Auffassungen zum Umgang mit der Aufgabe, die Spielfähigkeit trotz Corona sicherzustellen. Wobei auch immer die Frage im Raum stand, inwieweit die gefundenen Lösungen am Ende den gewünschten Effekt erzielen konnten. Ein weiterer Diskussionspunkt waren die digitalen Ansätze und deren Umsetzung hinsichtlich Qualität und Nutzbarkeit für den Besucher. 

Nach gut 2 ½ Stunden waren alle Fragen gestellt und beantwortet und wir konnten auf eine, wie der Blick auf die Meinungsäußerungen im Chat bestätigt, erfolgreiche, erste digitale Regionalgruppentagung zurückblicken. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Sanela Kolb, die für uns die Moderation übernommen hat und dafür gesorgt hat, dass alle eingelassen wurden und auch ihre Diskussionsbeiträge oder Fragen stellen konnten.

Im Fazit konnten wir feststellen: 

Digitale Treffen können im Vergleich zu regulären Treffen mit einem wesentlich geringeren Aufwand organisiert werden.
Die Erreichbarkeit der Mitglieder potenziert sich, da niemand auf Reisen gehen muss. Das hatte spürbare Auswirkungen auf die Teilnehmerzahlen und das überregional.
Die Teilnehmer haben durch den Chat auch die Möglichkeit, sich auszutauschen, was vermeintlich etwas zu kurz kommt bei digitalen Veranstaltungen.
Wir sehen die Möglichkeit, bedingt durch die kompakte Form der Tagung, diese öfter durchzuführen und für die Zukunft auch über völlig neue Formen nachzudenken, wie Regionaltagungen auch nach Corona umgesetzt werden können.

Für uns war diese Tagung ein wichtiger Schritt aus der Isolation der Pandemie, in eine neue Art der Verbandsarbeit. Wir sehen uns bestärkt darin, dass dieses Format perspektivisch viele Möglichkeiten bietet, sowohl um besser zu werden als auch um gemeinsam mit den Mitgliedern weitere alternative Wege zu beschreiten.

David Klamroth und Olaf Frindt

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