Fünf Fragen an Dirk Rüter, Geschäftsführer von Harlequin Floors Deutschland GmbH

  1. Wie geht es Dir und deinem Team in der derzeitigen Situation?Wir sind zum Glück alle gesund, und das ist denke ich die Hauptsache! Harlequin Floors ist ja ein Unternehmen mit Niederlassungen weltweit – ein globaler Familienbetrieb sozusagen – und man kennt natürlich die meisten Kollegen auch persönlich und sorgt sich um das Wohlergehen der einzelnen. Es war schön, diese gegenseitige Fürsorge zu erfahren, und ich glaube, das hat die Harlequin Family noch enger zusammengebracht.
  2. Im Lockdown haben viele die Zeit genutzt etwas Neues auf den Markt zu bringen, Harlequin Floors hat auch getüftelt und ein neues Produkt entwickelt, welches gerade in der jetzigen Zeit ein wichtiges Thema ist, die Desinfektion. Was ist das besondere an eurem Reinigungsmittel für Tanzböden? Unser neuer Daily Dance Floor Cleaner ist ein antibakterieller Reiniger mit desinfizierenden Eigenschaften, der speziell für die Reinigung von Tanzbelägen konzipiert wurde. Die Anschaffung eines Tanzteppichs für die professionelle oder semi-professionelle Nutzung ist nicht günstig, und viele Kundeninnen sind momentan auf Grund der Hygienebestimmungen verunsichert, wie die Reinigung – oftmals mehrmals täglich – durchgeführt werden soll und ob nicht die eingesetzten Produkte den Tanzbelag angreifen und dauerhaft beschädigen. Mit dem Harlequin Dance Floor Cleaner haben wir ein Reinigungsmittel speziell für Tanzbeläge entwickelt, das den geltenden Desinfektionsvorschriften entspricht, aber die Materialien, aus denen die Beläge hergestellt werden, nicht angreift und somit die Langlebigkeit eines guten Tanzteppichs nicht beeinträchtigt.
  3. Neben dem neuen Produkt ist das Team Deutschland erweitert worden. War es schwierig neue Teammitglieder zu finden? Der Rekrutierungsprozess dieses Mal lief in der Tat etwas anders ab als früher! Klassische Vorstellungsgespräche zum Beispiel wurden durch Zoom Meetings ersetzt. Allerdings habe ich den Eindruck bekommen, dass doch einige Menschen die Zeit des Lockdowns genutzt haben, um die eigene professionelle Situation neu zu evaluieren, und sich neuen Herausforderungen zu stellen. Wir haben jedenfalls zwei tolle neue Mitarbeiterinnen für den Vertriebsinnendienst während der Zeit des Lockdowns rekrutiert, und mit Sander Resnik einen sehr profilierten Commercial Director gefunden, der nun bereits seit drei Monaten bei uns tätig ist.
  4. Es hat sich in den letzten 6 Monaten viel verändert, Vertriebsreisen sind nahezu komplett ausgefallen, Produkte konnten nicht mehr live vorgestellt werden, der persönliche Kontakt ist nicht mehr da etc. Wie siehst Du diese Veränderung und was wird sich zukünftig etablieren? Das war stellenweise wirklich schwierig für uns, denn natürlich tätigt man keine Anschaffung wie einen Schwingboden, ohne diesen vorher eingehend getestet zu haben! Hier muss ich wirklich sagen, dass ich froh bin, dass die Beschränkungen zumindest in Deutschland mittlerweile wieder gelockert worden sind, und wir wieder Beratungstermine vor Ort bei unseren Kunden wahrnehmen können. Der persönliche Kontakt mag in anderen Industriezweigen vielleicht nicht unbedingt von Nöten sein, aber bei unseren Produkten spielen Haptik oder Product-Performance eine große Rolle bei der Entscheidungsfindung unserer Kunden.
  5. Ballett- und Tanzvorführungen finden unter strengen Hygienemaßnahmen wieder statt. Welches war deine erste Aufführung nach dem Lockdown und wie war das für Dich? 

    Eine meiner ersten Vorstellungen war die Premierenserie First Dates des neuen Ballettdirektors des Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg, Demis Volpi, im Düsseldorfer Opernhaus. Ursprünglich war geplant, die neu zusammengestellte Compagnie dem Publikum im Rahmen einer abendfüllenden Vorstellung mit ausgewählten Choreographien Volpis und anderer Choreographeninnen zu präsentieren. Auf Grund der Corona-Hygiene- und Abstandsvorschriften wurden daraus drei einstündige Vorstellungen an drei aufeinanderfolgenden Tagen, bei denen jeweils nur kleine Gruppen von Tänzerninnen zusammen tanzen durften. Organisatorisch hat alles sehr gut funktioniert, und ich muss sagen, die Vorstellungen hatten trotz der Beschränkungen eine ganz besondere Intensität.Vielen Dank an Dirk Rüter. Das Interview führte Sanela Kolb Ende September.

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