Hochwasserschäden an Kultureinrichtungen

Das Hochwasser hat in Thüringen auch an den Kultureinrichtungen schwere Schäden verursacht.
In Gera wurde das Geburtshaus des Malers Otto Dix im Ortsteil Untermhaus durch die Fluten der Weißen Elster stark in Mitleidenschaft gezogen. Es sei bis auf weiteres geschlossen. Große Schäden gebe es an der Haustechnik, an Türen, Schließ- und Sicherheitsanlagen sowie an Fußböden und Einrichtungsgegenständen. Kunstschätze im Otto-Dix-Haus und in der Orangerie seien rechtzeitig vor der Katastrophe in Sicherheit gebracht worden, wie u.a. der MDR berichtet.
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In der Orangerie hat gestiegenes Grundwasser die Heizungs- und die Notstromanlage sowie andere technische Anlagen zerstört. Im Theater verursachten hohe Wasserstände in den Kellern Schäden an Haus- und Bühnentechnik im Wert von 400.000 Euro. In der gefluteten Musikschule sei durch das Wasser der gesamte Technikbereich zerstört worden. Zudem fielen den Fluten Instrumente und Teile der Inneneinrichtung zum Opfer. Nahezu vollständig verwüstet ist der Hofwiesenpark unmittelbar an der Weißen Elster. Der Park war erst zur Bundesgartenschau 2007 mit Millionenaufwand angelegt worden.
Auch die Stiftung Weimarer Klassik meldet Schäden in Höhe von 1 Million Euro. Betroffen sind die Wege, Hänge, Brücken und Wiesen in den Parkanlagen – Park an der Ilm und Schlosspark Tiefurt in Weimar sowie der Gutspark Oßmannstedt. Hinzu kämen die Zerstörungen im Schlosspark Kochberg, der bereits am Pfingstwochenende durch Starkregen beschädigt worden sei.
In Greiz wurde das als national bedeutsames Denkmal eingestufte Ensemble aus Park und Sommerpalais, welches in den vergangenen Jahren mit Millionenaufwand saniert und rekonstruiert worden war, schwer beschädigt. Die Kosten werden mit 2,6 Mio € bezeichnet.