PODIUM

Kai-Uwe Patz

 

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Kai-Uwe Patz (Jahrgang 1966) trat nach dem Abitur 1985 in die Bühnenbau Wertheim ein und absolvierte dort eine kaufmännische Ausbildung. In dieser Zeit baute er wesentliche Teile der technischen Infrastruktur der Firma auf.

Nach dem Studium der Elektrotechnik an der TH Darmstadt und der Berufsakademie Mosbach wechselte er als Diplom-Ingenieur 1996 in eine Entwicklungsabteilung der damaligen Mannesmann-Rexroth. Dort entwickelte er maßgeblich auf Industriemaschinen optimierte Bedienfeldserien für die automatisierte Fertigung vom Kleinbedienfeld mit Mikroprozessor bis hin zum Industrie-PC.

2005 verliess er das mittlerweile von Bosch übernommene Unternehmen als Führungskraft, um in das Familienunternehmen Bühnenbau Wertheim als Geschäftsführer zurückzukehren. Seit dieser Zeit hat er viele Innovationen für den Bereich Bühnenboden auf den Weg gebracht, die mittlerweile zu Standards der Branche geworden sind: Holzsortierung nach Festigkeitsklassen durch Dichtemessung; Bauaufsichtliche Zulassungen von Dreischichtplatten für sichere statische Nachweise der Bühnenböden; mehrere Evolutionen der Holz-Versatzklappe EloFlip bis hin zur DIN 56938.

Nachhaltigkeit und Ökologie sind für Kai-Uwe Patz immer ein Thema das sich auch in der CO2 neutralen Fertigung und der Zertifizierung der Firma nach PEFC Standards wieder findet. Mit der Entwicklung des umschaltbaren Hybrid-Ballettbodens EloTwin ist zuletzt sogar die Automatisierungstechnik im Bühnenboden angekommen. Kai-Uwe Patz ist seitdem auch als Elektromeister neben fünf Schreinern der Bühnenbau Wertheim in der Handwerksrolle eingetragen.

Meine Ziele in der DTHG

Der DTHG bin ich seit Anfang der 90er Jahre eng verbunden. Seit dem war ich auch auf jeder Show-Tech dabei. Durch meine jetzige Tätigkeit besteht regelmässiger Kontakt mit vielen Verantwortlichen von Theatern und Veranstaltungsstätten. So kenne ich die Befindlichkeiten der Bühnenarbeiter ebenso wie die Herausforderungen für die technischen Leitungen durch öffentliche Organisationsstrukturen und knappe Budgets.

Beinahe überall gibt es Sanierungsstau. Mittlerweile ist er allerdings im Focus der Politik angekommen. Es wird mehr renoviert. Gleichzeitig gibt es auch eine gestiegene Investitionsbereitschaft der öffentlichen Hand für Neuprojekte. So rollt gerade eine Lawine von Arbeit auf die Fachfirmen der Branche zu. Die DTHG muss hier mehr denn je durch Vernetzung und effektiven Austausch von Informationen zwischen Fachplanern, ausführenden Firmen, Bauträgern und technischem Personal Hilfestellung leisten. Hier sind vor allem die Firmenmitglieder gefragt, weshalb ich mich in den Vorstand bewerbe.

Was mir noch am Herzen liegt: Häufig frage ich gerade bei kleineren Theatern gezielt nach der DTHG. Es gibt viele vor allem jüngere Mitarbeiter von Theatern, die die DTHG nur als „einen übergeordneten Verband“ wahrnehmen. Diese potentiellen Mitglieder muss man proaktiv ansprechen, damit sie erkennen: Die DTHG ist etwas, bei dem ich selbst mitmachen kann.

Kai-Uwe Patz

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