Ku‘damm Theater – Teil eines großen Monopoly?


Am Kurfürstendamm in Berlin ist der Abriss in vollem Gange.
In wenigen Tagen wird vom Theater und der Komödie am Kurfürstendamm nichts mehr zu sehen sein.
Das Berliner Theater am Kurfürstendamm wurde aus der alten Liebermann‘schen Sezession von Oskar Kaufmann umgebaut. Der Innenraum gehörte in seinem modischen Expressionismus zu den originellsten Theaterbauten der damaligen Zeit.
Doch nun ist das Ende da, trotz jahrelangem Streit, Protesten und vielen Versuchen, so etwas zu verhindern.
Das Geld hat am Ende gesiegt. Die Interessen des Investors sind heute heilig.
Aber wer ist er eigentlich, der Investor?
Auf diese Frage kann derzeit wohl niemand eine zuverlässige Antwort geben. Doch eines steht fest, der oder die Investoren geben sich viel Mühe, ihre wahre Identität zu verschleiern. Recherchen führen zu unüberschaubaren Unternehmsverflechtungen in exotischen Ländern. Wie Recherchen des SWR, der Berliner Zeitung und anderer Medien nahelegen, besteht sogar die Möglichkeit, dass der Besitzer der Firma, die die neue Brücke von Russland zur Krim gebaut hat und deshalb mit Sanktionen und einem Auftragsverbot der EU belegt wird, so über viele Hintertüren ungehindert mit Millionen lukrative Immobiliengeschäfte in Deutschland abwickeln kann.
Ebenso interessant sind die Aussagen diverser Politiker, die jede Verantwortung von sich schieben, sich für nicht zuständig erklären oder behaupten, es sei alles legal. Na, dann – weiter so?
Demnächst soll ja dann das Theater am Ku‘damm in einen dunklen Keller verbannt werden, wie heißt es in der Dreigroschenoper: „…die im Dunkeln sieht man nicht!“
 
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