Kultur und Theater zwischen Sparen und Hoffen

Während gerade in Deutschland die Diskussion um die Finanzierbarkeit von Theater eine neue Auflage erlebt (Sachsen-Anhalt, Frankfurt, Essen , sieht man an anderen Orten, dass die Vorstellung von der Eröffnung eines Theaters eine ungebrochene Faszination hat.
In Paris gibt es ein Dutzend verlassener oder ungenutzter Metrostationen. Manche dienen Obdachlosen als Quartier, andere wurden nie benutzt.
Einige von ihnen sollen in Zukunft eine neue Nutzung erfahren, u.a. auch als Theater.
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Zwei Pariser Architekten, Manal Rachdi und Nicolas Laisné, haben für die Pariser Bürgermeisterkandidatin Nathalie Kosciusko-Morizet von der konservativen UMP (Union für eine Volksbewegung) phantasievolle Entwürfe vorgelegt. Ob diese wirklich realisierbar und bezahlbar sind, fragt derzeit erfreulicherweise niemand.
Auf der einen Seite einer von globalem Lieberalisierungsstreben voller Effizienz und Synergieffekten geprägten Businesswelt stellt man immer wieder fest, dass Kultur ganz ohne Geld nicht funktionieren kann. Auf der anderen Seite wohnt den Menschen eine Sehnsucht nach einer immateriellen Bereicherung des Lebens inne, die obwohl oder gerade weil alles andere auf dem Prüfstand der Nützlichkeit zur bloßen Sache verkommt, ruhig einmal träumen darf.
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