Messeabsage – Die Stage|Set|Scenery ist Geschichte

Foto: Ralph Bergel

Liebe DTHG-Familie,

die Stage|Set|Scenery ist Geschichte. Sie wird nicht verschoben. 
Die Messe Berlin hat die Zusammenarbeit aufgekündigt und sich vom Konzept verabschiedet. Endgültig. 
Auch wenn uns die Nöte verständlich erscheinen, ist diese Haltung sicher kein besonders optimistisches Signal in die Branche und sicher auch keine gute Strategie einer Messegesellschaft, die sich für die Zukunft aufstellen möchte.
Sie zeigt aber, dass reine wirtschaftliche Interessen die Inhalte von Messen bestimmen und die Potentiale dieser sich entwickelnden Netzwerkportale neuer Technologien für die klassischen Messeausrichter keine Rolle spielen.

Wir sind nach wie vor der Meinung, dass die Inhalte die Attraktivität einer Messe bestimmen müssen.

Messen werden wichtig bleiben, aber nicht in der herkömmlichen Form und nicht durch immer mehr vom Gleichen.
Reisen hat sich verändert. Der Informationsfluss hat sich verändert. Netzwerken hat sich verändert. 
Mit einem Mausklick kann man sich neue Technologien und innovative Produkte ansehen. Der wichtige persönliche Austausch ist aber nicht länger an die Größe der Standflächen gekoppelt. 

Die einschneidenden Veränderungen durch Corona werden ihre Spuren hinterlassen und wir glauben nicht daran, dass wir nach der Pandemie einfach zur Tagesordnung zurückkehren können und wollen.
Die Ereignisse sind auch eine Chance, die wir für die Menschen unserer Gemeinschaft nutzen möchten.  
Die DTHG sieht sich als konsequenter Vorreiter in dieser Rolle. Wir möchten nicht länger reagieren, sondern das Heft des Handelns in die Hand nehmen.

Wir werden uns daran machen, eine zeitgemäßere und zukunftorientiertere Kommunikationsplattform und neue Veranstaltungen zu erstellen.
Sie müssen unserer agilen Branche gerechter werden und Schwellen endgültig hinter sich lassen. Unsere Stärke liegt in der Grenzüberschreitung und Entdeckung. Unsere Wurzeln sind im Theater, an dem Ort, an dem technische und künstlerische Innovationen wie nirgends sonst kreativ zusammenfinden. Es ist aber nicht mehr der einzige Ort, an dem das passieren kann.
Wir werden unter aufmerksamer Beobachtung der Pandemie-Lage umgehend ein alternatives Konzept entwickeln, um im Juni den Austausch von Fachwissen, die Begegnung von Herstellern und professionellen Anwendern zu ermöglichen.
Darüber wird im Jahr 2022 die im letzten Jahr ausgefallen Bühnentechnische Tagung in Ulm nachgeholt werden.

Gemeinsame Entwicklung braucht Vertrauen. Wir bedauern, dass die Messe Berlin dieses Vertrauen nicht aufbringt. Aber wir werden das Vertrauen unserer Mitglieder nicht enttäuschen.
Danke für Eure Unterstützung.

Wesko Rohde
Vorstandsvorsitzender

Stage|Set|Scenery Night im Palais am Funkturm, 2019, Foto: Ralph Bergel.

 

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