Neue Studie belegt hohe Rentabilität für Kulturausgaben

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Der Begriff Umwegrentabilität steht seit geraumer Zeit als Indikator für die positiven wirtschaftlichen Effekte der Kulturausgaben einer Kommune. Um hier genauere Aussagen treffen zu können, hat die Stadt Leipzig eine Studie bei der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Auftrag gegeben.
2011 drohte in Leipzig eine Finanzierungslücke im Kulturhaushalt und nach dem Gutachten eines Beratungsunternehmens wurde wie andernorts auch lebhaft darüber diskutiert, ob und wieviel Kultur sich die Stadt leisten wolle, ob es Fusionen geben oder gar eines der Häuser geschlossen werden müsse.
Untersucht wurden die Leipziger Theater: Opernhaus, Schauspiel und das Theater der Jungen Welt und zwar in jeweils zwei Varianten (optimistisches und pessimistisches Szenario).

Zur Veranschaulichung der möglichen Bandbreite solcher Annahmen wurden ein besonders positives und ein besonders negatives Szenario zusammengestellt. Die positiven Annahmen sind der Studie zur Umwegrentabilität der Semperoper in Dresden aus dem Jahr 2006 entnommen (Donsbach, Bönsel, 2007), zudem wurden gemäß des Vorgehens in zahlreichen europäischen und US-amerikanischen Studien auch induzierte Ausgaben berücksichtigt. Die pessimistische Variante legt mögliche Effekte innerhalb der Region vergleichsweise eng aus und schließt überregionale Steuern und Abgaben aus.

Die Ergebnisse bestätigen die bisherigen Thesen von den positiven wirtschaftlichen Effekten der kommunalen Kulturförderung. Selbst beim pessimistischen Szenario liegt die Umwegrentabilität pro 1 € Kulturförderung bei 1,14€ bzw. 1,03€.
In der optimistischen Variante betragen die Werte: 1,75€ (Schauspiel), 2,04€ (Opernhaus) bzw. 1,83€ (Theater der Jungen Generation).
Eine Zusammenfassung der Studie steht hier zum download bereit.