Sieben Jahre musst du überstehen


Am 3. Oktober ist es soweit. Die Berliner Staatsoper unter den Linden wird wieder eröffnet, offiziell!
Für die einen Anlass zu ungetrübter Freude, für die anderen ein erneuter Beweis, dass es bei Sanierungen deutscher Theater oftmals nicht ganz rund läuft.
2010 begannen die Arbeiten und sollten 2013 beendet sein. 400 statt 230 Millionen sollen die Kosten betragen. Wer nicht kleinlich ist, kann sagen, weil es doppelt so lange gedauert hat, ist es auch doppelt so teuer geworden.
Das Feuilleton kritisiert aber auch, dass die Anhebung der Saaldecke um fünf Meter hoffentlich eine verbesserte Akustik bringen werde, wo doch das Zuschauerhaus mit seinem Historismus voller Stuck und Plüsch mehr an ein Museum als an ein zeitgemäßes Opernhaus erinnere…“rokokoig“ lautet eines der selbst geschaffenen Adjektive dafür…
Viele weitere Details zum Umbau sind hier nachzulesen.
Unter anderem:
*1.356 Stühle wurden montiert, 560 historische und 1.400 neue Lampen angeschraubt, 130.000 Meter Starkstromkabel verlegt, 4000 Kubikmeter Umzugsgut in 400 LKW-Fahrten aus der provisorischen Spielstätte im Schillertheater ins frisch sanierte Haus gebracht…*