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Technologie wieder als Vorwand für politische Zensur?

Das Königliche Opernhaus in Madrid hat das Gastspiel des Ensembles Shen Yun Performing Arts aus technischen Gründen abgesagt.
Shen Yun Performing Arts ist eine der führenden klassischen chinesischen Tanz- und Musikkompanien mit Sitz in New York. Sie führt klassischen chinesischen Tanz, ethnischen und Volkstanz auf, mit Orchesterbegleitung und Solisten. 5.000 Jahre lang blühte diese Kultur in China auf. Durch atemberaubende Musik und Tanz belebt Shen Yun diese herrliche Kultur. Shen Yun, oder 神韻, kann übersetzt werden als: „Die Schönheit der tanzenden göttlichen Wesen.“
Aber in Wirklichkeit, so vermuten Insider, existieren diese technischen Schwierigkeiten nicht. Das Opernhaus in Madrid ist in dieser Hinsicht gut ausgestattet. Auch der ehemalige tschechische Kulturminister Daniel Hermann ist kritisch. Er ist überzeugt, dass die chinesische Botschaft ihre Finger im Spiel hat. Sie würde Erpressung betreiben.
Pikant: Darüber hinaus ist der chinesische Botschafter in Spanien Teil des „Diplomatischen Kreises“ des Royal Opera House, einer Gruppe von Diplomaten, die laut Theater-Website den internationalen Ruhm des Theaters fördern.

Seit der Gründung des Ensembles im Jahr 2006 hat das chinesische Regime die geplanten Aufführungen immer wieder gestört, unter anderem in Holland, Dänemark, Südkorea, Australien und den USA.

In den meisten Fällen versuchen die Botschaften von China, Druck auf die Theater auszuüben, ihre Räumlichkeiten nicht an Shen Yun zu vermieten oder Shows abzusagen. Das kommunistische Regime übt auch Druck auf Regierungsbeamte aus, sich die Aufführungen nicht anzusehen oder sich öffentlich für das Unternehmen einzusetze n.

Das in New York ansässige Unternehmen wurde von Praktizierenden der Falun Gong Buddhist Cultivation School gegründet, die wegen ihres Glaubens auf dem chinesischen Festland verfolgt werden.

1999 startete der damalige chinesische Präsident Jiang Zemin eine landesweite brutale Kampagne zur Vernichtung von Falun Gong, nachdem eine staatliche Volkszählung gezeigt hatte, dass die Zahl der Praktizierenden damals mit rund 100 Millionen die 70.000 Mitglieder des KP weit überstieg.

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