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Theater Anklam wird 70!


Obwohl die Geschichte des Theaterlebens in der Stadt Anklam bis ins 18. Jahrhundert zurück reicht, wird der 28. August 1949 als die eigentliche Geburtsstunde des Stadt-Theaters festgehalten.

Das kleine Theater in der Stadt an der Peene kann seit vielen Jahren auf viele Aktivitäten und eine hohe Kreativität verweisen. Damit wird die Tradidition fortgesetzt, die spätestens seit dem Engagement von Frank Castrorf 1981 als Oberspielleiter einsetzte. In den 80er Jahren pilgerten Theaterbegeisterte zu den Premieren nach Anklam.
Nach dem Fall der Mauer sagten nicht wenige ein nahes Ende dem Theater voraus. Doch das Theater überlebte. Neue Spielstätten wurden erschlossen und trotz des kleinen Etats von nur 2,5 Mio € im Jahr erreicht das Theater pro Spielzeit 80.000 Zuschauer.

Von den rund 50 Mitarbeitern sind 15 festangestellte Schauspieler. Hinzu kommen etwa 30 als Eleven bezeichnete Schüler der Theaterakademie, die in die Vorstellungen mit einbezogen werden.

Wolfgang Bordel war bis zu seinem altersbedingtem Rücktritt Ende April 2019 einer der dienstältesten Theaterintendanten Deutschlands. Er galt als der erfolgreichste „Kulturunternehmer“ der Region. Der 68-Jährige bleibt der Landesbühne erhalten, will sich im Trägerverein des Theaters engagieren und der Ausbildung von Schauspielern widmen.

Neuer Intendant ist seit 1. Mai 2019 Martin Schneider, Jahrgang 1983. Der gelernte Schauspieler, der aus Dresden stammt, war zuvor Leiter der Barther Boddenbühne, führte Regie und übernahm dort auch Rollen. Die vor allem im Sommer bespielte Barther Freiluftbühne hatte auch zuvor schon eng mit Akteuren des Anklamer Theaters kooperiert. Schneider kritisierte an die Adresse der Landesregierung gerichtet, der aktuelle Haushalt lasse es nicht zu, „gerechte Löhne“ zu zahlen. Zugleich sicherte er zu, dass die in den Produktionen des Theaters eingesetzten Schauspielstudierenden der vorpommerschen Theaterakademie eine Vergütung erhalten.

Die DTHG gratuliert dem Theater Anklam!

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