Trier: Theaterneubau statt Sanierung


Die Generalsanierung des Theaters in Trier ist seit langem fällig. Das Theater ist nicht nur technisch marode sondern auch keine architektonische Schönheit, mit der die Stadt Trier aufwarten kann. Machbarkeitsstudien wurden erstellt, doch dann begann, wie so oft, eine große Diskussion. Experten nennen es den „Fluch der ersten (politischen) Zahl“, wenn an Hand einer Gesamtsumme, das gesamte Sanierungsvorhaben immer wieder debattiert und dabei so viele verschiedene Varianten, die in Wirklichkeit Kürzungen darstellen, gegeneinander gerechnet werden, bis das eigentliche Vorhaben zur Unkenntlichkeit entstellt ist. Auch in Trier pendelten die Zahlen von 55 bis zu 48 Millionen, aber dann ohne Orchesterprobenraum. Ein anderes Szenario sah der Auslagerung der Werkstätten vor und mehr, so ließe sich unter Weglassung aller möglichen zukunftsgewandten Ideen am Ende alles auf 31,5 Millionen zurechtstutzen.
Doch nun scheint die Diskussion eine andere Wende zu nehmen. Ein möglicher Neubau, der allen Arbeitsplatzanforderungen Rechnungen tragen würde, halten die Verantwortlichen der Stadt für rund 65 Millionen Euro für möglich.
Denkbar sei ein Grundsatzbeschluss des Stadtrates bereits im Januar 2019 – so berichtet der Pfälzische Merkur – ab 2021 könnte gebaut werden.
Auch für die Einrichtung einer Interimsspielstätte gibt es drei Vorschläge – ob allerdings eine Bauzeit von drei Jahren realistisch ist, bleibt fraglich.

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