Vorwort

 

Das Podium soll aus der Verbandsarbeit der DTHG berichten.

Nun kann man sich gelegentlich in dieser Zeit am Kopf kratzen und sich fragen, wie sieht Verbandsarbeit eigentlich in diesen Tagen aus?

Sie wandelt sich stetig und sicher war es auch immer so.

Die DTHG ist Partnerin des BKM (die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien) und prüft Anträge, die privaten Theatern und Kleinkunstbühnen die Wiedereröffnung ihrer Häuser ermöglichen und die Infrastruktur pandemiegerecht einrichten sollen.

Das ist gerade Verbandsarbeit der DTHG. Da sein für die Mitgliedschaft und darüber hinaus. Solidarität und Hilfe.

Es ist wichtig, sich mit den Kolleginnen und Kollegen zu solidarisieren, denen durch Corona die Erwerbsgrundlagen weitestgehend weggefallen sind. Dazu bekennen wir uns vor allem im Schulterschluss mit der IGVW, die in dieser Zeit die Kräfte der Branche bündeln und zu gemeinsamen Handeln leiten muss. Nur wenn der Interessengemeinschaft die Gemeinsamkeiten wichtiger sind als die kurzfristigen Ziele, kann sie auf Dauer bestehen. Das ist nicht einfach, wenn die eigene Mitgliedschaft der Verbände in solcher Bedrängnis ist, aber unbedingt notwendig.

Gerade deshalb erfordert ein sinnvolles Handeln keinen einfachen Aktionismus. Die DTHG bietet sich mit dem geballten Wissen eines Fachverbandes als Berater und Dienstleister im Sinne der Menschen der Theater und Veranstaltungsorte an, sitzt in Gremien und in Entscheiderrunden, um die Arbeit der Häuser wieder zu ermöglichen.

Ein Theater das öffnet, bietet wieder Arbeitsorte und Einkommensmöglichkeiten, es werden wieder Materialien und Produkte benötigt und verarbeitet.

Der Motor springt wieder an.

Aktuell bearbeitet die DTHG-Geschäftsstelle, erweitert um einige fleißige Menschen, 250 Anträge von privaten Theatern, Kleinkunstbühnen und Theaterfestivals.

Dort wird unsere Hilfe und Beratung gerne angenommen. Nicht jede Theaterleitung ist mit den Möglichkeiten der modernen Technik vertraut.

Dass ein Fachverband antragsbearbeitende Stelle ist, ist ohnehin ein Novum. Hier hat die Politik, insbesondere das BKM, eine richtungsweisende und zukunftsorientierte Entscheidung umgesetzt, über die wir sehr glücklich sind.

Wer kennt die Häuser denn besser als die Menschen, die für die vielfältigen Berufe einstehen?

70 Anträge sind bereits genehmigt worden, die Zuwendungsverträgen sind erstellt. Einige Häuser sind bereits mit der Umsetzung ihrer Maßnahmen fertig. Der Spielbetrieb kann wieder aufgenommen werden.

Neue Konzepte von der Erweiterung der Lüftungsanlagen, über kontaktlose Kassen- und Sanitärsysteme bis hin zu Erweiterungen der Publikums- und Besucherflächen und Arbeitsplätze im Homeoffice werden umgesetzt. Das ist direkte und konkrete Hilfe.

Das Vertrauen in die Einrichtungen wächst wieder mit jeder Neuerung, die pandemiegerecht und nachhaltig eingebaut werden kann.

Genau darum geht es.

Wir werden uns weiter mit Leidenschaft und Elan für die Menschen der Branche auf und hinter den Bühnen einsetzen.

Dass Veranstaltungen in dieser Zeit sicher durchführbar sein können, wollen wir in Ulm auf der BTT unter Beweis stellen.

Ein Praxistest der besonderen Art und ein abstandswahrendes persönliches Treffen unter Corona-Bedingungen. Klingt lang, wird aber trotzdem gut!

Wir freuen uns, Euch dort zu treffen.

Liebe Grüße

Wesko Rohde

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